Das Gute Auge

Das Gute Auge ist kein Privileg von Künstlern, sondern eine Art zu leben.

So wie es nur einen Atem gibt – nicht „mein“ Atem oder „dein“ Atem – so gibt es auch nur ein Gutes Auge, Organ einer vorbehaltlosen Sicht der Dinge. Indem Sie Ihrer Gewohnheit, Bilder und Situationen mit dem Verstand zu deuten oder zu ergründen, eine Auszeit gönnen und sie durch eine Haltung offenen Gewahrseins ersetzen, betreten Sie den Weg des Guten Auges.

Oft sagt man, wenn jemand ausdrucksstarke, gelungene Fotos macht, dass er/sie ein „gutes Auge“ habe. Hier jedoch geht es um den inneren Aspekt des Sehens, weniger um foto-grafisches oder foto-technisches Gelingen. Das Gute Auge (aus dem tibetischen „Miksang“) ist Ausdruck einer achtsamen, urteilsfreien Haltung im Umgang mit der eigenen Erfahrung, mit anderen Menschen und der Welt. Direktes Gewahrsein ist berührend, erfrischend spontan und macht wach für den Augenblick. Der Fokus auf dem Weg des Guten Auges liegt also auf dem Seher. Indem er den Zusammenhang erkundet zwischen dem, was er sieht, und dem, was er ist, verbindet er die künstlerische Praxis mit der Praxis der Selbsterforschung.

Das Gute Auge schafft Raum für Ihre Intuition und mit ihr enthüllt sich, was hinter der Oberfläche der Dinge liegt. Sie entwickeln ein Gespür für die Intensität und Schönheit, für das eine Leben, das die Welt von innen her durchstrahlt. Das Wesen der Dinge und Ihre Gegenwärtigkeit berühren einander. Könnte es sein, dass beide gleichen Ursprungs sind?

Der Weg des Guten Auges hat mir in vielfältiger Weise die Augen geöffnet. Ich habe wieder zu staunen gelernt, mit Neugier durch den Tag zu gehen und eine Begeisterung zu spüren, die mehr ist als Fotospaß. Freude ist ein Aspekt unseres Wesens, und aus dieser Quelle und Inspiration liebe und lebe ich meine Kunst.

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